Interview mit der Brennerei Druffel und Vorstellung des „Malt & Vanille“ Whiskylikör

Prum Whisky

Heute waren wir mal wieder bei der Brennerei Druffel zu Besuch, wo wir den neuen Whiskylikör „Malt & Vanille“ probieren durften und alles rund um den Whiskylikör erfahren haben. Jochen Druffel stand uns Rede und Antwort:

 


Melanie Ormeloh: Hallo Herr Druffel, zunächst vielen Dank für Ihre Zeit! Ich freue mich sehr hier zu sein.

Jochen Druffel: Hallo Frau Ormeloh, wir freuen uns, Ihnen den neuen „Malt & Vanille“ vorstellen zu können.

MO: Bevor wir ans Probieren gehen, habe ich einige Fragen rund um den neuen Whiskylikör und Ihre Brennerei mitgebracht. Herr Druffel, die Brennerei gibt es bereits seit 1792, die ersten Jahrhunderte wurde hier Korn gebrannt. Und dieser schon äußerst vielseitig für die damalige Zeit. Ihre Vorfahren haben aus Weizen, Gerste, Roggen und sogar Mais den Korn hergestellt. 2001 sind Sie in das Unternehmen eingestiegen. Was hat sich seitdem geändert?

JD: Zunächst habe ich mich eingearbeitet, um alles „von der Pike auf“ zu lernen. Wie Sie ja wissen, sind wir in Stromberg absolutes Pflaumengebiet und auch viele andere Obstsorten sind in unserer Region heimisch. Dies wollte ich nutzen und habe im Jahre 2004 unser Sortiment auf Obstbrände ausgeweitet. Diese brennen wir auch bis heute, von Pflaume über Schlehe bis zu Apfelbrand. Wir haben auch einen Bierbrand im Sortiment und natürlich verschiedene Liköre. Auch heute beziehen wir möglichst viele Rohstoffe regional.

Dem Whisky widmen wir uns seit 2007. Da haben wir mit ersten Versuchen begonnen, in 2010 haben wir unseren ersten Prum eingelagert. Somit konnten wir in 2013 den ersten Single Malt abfüllen. Seitdem haben wir 3 dreijährige Single Malt, 1 vierjährigen, 1 fünfjährigen und den diesjährigen Prum 2017, aus dem Rotweinfass, abgefüllt. Jeden gab es in limitierten Abfüllungen von 500 – 600 Flaschen.

Für unsere Single Malt verwenden wir drei unterschiedliche Destillate: einmal normales Malz, welches ohne Rauch getrocknet wurde, ein deutsches Rauch- und Karamellmalz und seit 1 Jahr haben wir ein schottisches Torfmalz, welches uns in Zukunft einen deutlich rauchigeren Whisky bescheren soll.

MO: Wie kamen Sie auf die Idee einen Whiskylikör zu kreieren?

JD: Unsere Brennerei stand und steht schon immer für Vielfalt. Wir wollten eine Ergänzung und Alternative für unsere Whiskytrinker und unsere anderen Kunden bieten. Unser Prum

Single Malt hat nach drei Jahren eine so vielschichtige Struktur und bringt bereits sowohl vanillige als auch fruchtige Geschmacksnuancen aus der Fasslagerung mit, sodass wir dachten, er ist eine hervorragende Basis für einen Whiskylikör.

MO: Wie wird Ihr „Malt & Vanille“ hergestellt?

JD: Aufgrund der tollen Ausgangsbasis des Prum Whiskys haben wir eigentlich nur Vanille und Zucker zugefügt. Wir wollten einen Whiskylikör haben, der auch wirklich die Aromen von Whisky behält und nicht einen Sahnelikör entwickeln, dem ein Schuss Whisky zugesetzt wird.

Konkret haben wir 3 Jahre alten Single Malt genommen und ihn mit einem Vanilleauszug vermischt. Dieser Auszug wird aus Vanilleschoten hergestellt, welche zerkleinert und in Whiskydestillat eingelegt werden. Dann wird das ganze abfiltriert und mit etwas Zucker zu unserem Whiskylikör gemischt. Die Idee dieser Zubereitung stammt aus wirklich uralten Brennereibüchern, also echte traditionelle Handwerkskunst.

Die Vanilleschoten färben den Whiskylikör dunkel, verstärken und ergänzen die Aromen aus den Fässern (Bourbon; Olorossosherry und Pflaume).

MO: Gibt es Unterschiede zu „klassischen“ Whiskylikören?

JD: Die gibt es. Der wohl größte und wichtigste Unterschied ist, dass wir als Basis einen Single Malt haben und keinen Sahnelikör. Wir verstärken mit der Vanille die eigentlichen Geschmacksnuancen und runden mit Zucker ab. So wird unser Whiskylikör runder und sanfter. Sie werden gleich auch am Geruch merken, dass er mehr an Whisky, als an Likör erinnert. Dadurch mögen ihn auch viele Whiskytrinker. Er ist eher weniger süß, sondern herb und gleichzeitig fruchtig und vanillig, ohne die typische Alkoholschärfe des Whiskys.

MO: Ist der Whiskylikör genau wie Ihr Whisky limitiert?

JD: Nein, der Whiskylikör ist unlimitiert. Wir füllen ihn regelmäßig ab, jedoch schwanken die jährlichen Abfüllungen in Farbe und auch leicht im Geschmack durch die zur Single Malt Herstellung benutzten Fässer.

MO: Planen Sie weitere Whiskyliköre?

JD: Da wir keine weiteren Zusätze verwenden möchten, wird es nur den „Malt & Vanille“ geben. Jedoch haben wir in unserer Whiskyrange noch Ideen für die Zukunft. Einmal haben wir einen Whisky im Fass, der mit schottischem Rauchmalz hergestellt wurde und auch ein Ardbergfass liegt in unserem Lager. Wir sind auf die Whiskys sehr gespannt. Das Experiment trägt den Arbeitstitel: Stromberg trifft Schottland!

MO: Haben Sie für unsere Leser eine Empfehlung, wie sie „Malt & Vanille“ genießen sollten?

JD: Möglichst viel und zu allen Anlässen! „Malt & Vanille“ geht meiner Meinung nach zu vielen Gelegenheiten. Als Aperitif, als Gläschen zwischendurch, im Sommer auf der Terrasse und im Winter vor dem Kamin. Am besten trinkt man ihn bei Raumtemperatur. Momentan versuchen wir verschiedene Cocktails mit unserem Whiskylikör.

Vielen Dank Herr Druffel für die vielen Informationen.

Wir durften den „Malt & Vanille“ bereits probieren und sagen: Lecker, lecker! Rund, fruchtig, Vanille und nicht so süß. Eine echte Bereicherung für alle, die gerne mal ein Gläschen genießen. Auch viele Whiskytrinker werden ihn mögen.

Ihr bekommt den Whiskylikör natürlich bei uns im Onlineshop – und wir sind uns sicher, ihr seid genauso begeistert wie wir.

Herzliche Grüße

Eure Familie Ormeloh

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